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Die 10 Gebote | mit Fulbert Steffensky

Die 10 Gebote | mit Fulbert Steffensky

Das Zweite Gebot | Die zehn Gebote

Veröffentlichung:4.11.2021

Dieses Video thematisiert das zweite Gebot und das Bild Gottes. Wenn Gott als Garantie in einem Bild gefangen werden soll, um ihn immer verfügbar zu haben, so greift dies seine Göttlichkeit an. auch das Vertrauen auf sein Versprechen wird damit gemindert. Dadurch werden Teile von Gott ausgeschlossen und Teile vergrößert. Gott ist nicht nur männlich. Gott hat Namen, die Bilder auflösen wie Luft, Nacht, Wasser, Wunder. Gott will mit seinen Geboten die Freiheit des Menschen sichern, auch gegen ihn selbst und sein Übermaß und seine Beschränktheit.

Fulbert Steffensky zeigt, wieso die 10 Gebote heute noch aktuell und höchst politisch sind. Er liest aus seinem Buch "Die Zehn Gebote - Anweisungen für das Land der Freiheit" vor.

Das Medium „Das zweite Gebot – Du sollst dir kein Bild machen“ erschließt das Bilderverbot des Alten Testaments als eine tiefgehende Reflexion über die Grenzen menschlicher Vorstellungen von Gott. Der Text zeigt zunächst, dass religiöser Glaube auf Bilder angewiesen ist, weil Menschen über die großen Erfahrungen des Lebens wie Liebe, Hoffnung, Trauer oder Sehnsucht nicht allein in abstrakten Begriffen sprechen können. Gleichzeitig wird deutlich, dass jedes Gottesbild begrenzt bleibt und die Gefahr birgt, Gott auf menschliche Vorstellungen festzulegen. Anhand der Erzählung vom Goldenen Kalb wird verdeutlicht, wie ein Gottesbild zum Götzenbild werden kann, wenn Menschen versuchen, Gott verfügbar, berechenbar und kontrollierbar zu machen. Darüber hinaus setzt sich das Medium kritisch mit traditionellen Gottesbildern auseinander, insbesondere mit ausschließlich männlichen Gottesvorstellungen. Es lädt dazu ein, die Vielfalt religiöser Sprache wahrzunehmen und neue Bilder und Namen für Gott zu entdecken, ohne das göttliche Geheimnis auf eine einzige Vorstellung zu reduzieren. Das Zweite Gebot erscheint damit als Schutz der Freiheit Gottes und zugleich als Schutz menschlicher Freiheit vor ideologischen und religiösen Verengungen.

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Didaktisch bietet das Medium hervorragende Möglichkeiten, mit Lernenden über Gottesbilder, religiöse Sprache und die Bedeutung von Symbolen ins Gespräch zu kommen. Ein geeigneter Unterrichtseinstieg kann über die Frage erfolgen, welche Bilder oder Vorstellungen Menschen spontan mit Gott verbinden. Die Lernenden können eigene Gottesbilder zeichnen, beschreiben oder mit Bildkarten arbeiten und diese anschließend reflektieren. Der Text ermöglicht eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Frage, warum Menschen überhaupt Bilder von Gott entwickeln und weshalb diese gleichzeitig notwendig und problematisch sind. Besonders gewinnbringend ist die Arbeit mit der Erzählung vom Goldenen Kalb, da hier sichtbar wird, wie aus dem Wunsch nach Sicherheit und Orientierung eine Vereinnahmung Gottes entstehen kann. Die Lernenden können untersuchen, welche modernen Formen von Götzendienst heute existieren und wo Menschen versuchen, komplexe Wirklichkeiten auf einfache Bilder zu reduzieren. Darüber hinaus eröffnet das Medium wichtige Perspektiven für die gendersensible Religionspädagogik. Die kritische Reflexion männlich geprägter Gottesbilder ermöglicht Gespräche über Sprache, Macht, Gleichberechtigung und die Vielfalt biblischer Gottesmetaphern. Methodisch bieten sich kreative Schreibaufgaben, Bildanalysen, Standbilder, Bibliologe, philosophische Gespräche oder die Entwicklung eigener Gottesmetaphern an. Ebenso kann eine Sammlung biblischer Gottesbilder erfolgen, etwa Gott als Vater, Mutter, Hirte, Quelle, Licht, Fels, Feuer oder Atem des Lebens. In höheren Jahrgangsstufen eignet sich das Medium für eine vertiefte Auseinandersetzung mit religiöser Symbolsprache, theologischer Erkenntnistheorie und der Frage, wie Menschen von Gott sprechen können, ohne ihn festzulegen. Das Material fördert religiöse Sprachfähigkeit, Reflexionskompetenz, Perspektivwechsel und die Fähigkeit, religiöse Symbole und Traditionen kritisch zu deuten.

Hessen

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.1 Verantwortung für das Leben. Menschenwürde und Gottesebenbildlichkeit.

Sekundarstufe II | E2 Gotteswort im Menschenwort – Themen der Bibel und ihre Aneignung

E2.4 Dem Ganzen der Wirklichkeit begegnen – an Gott glauben.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 11/2 Der Mensch auf der Suche nach Gott

11.2 / 1. Gottesvorstellungen und Gottesbilder.

11.2 / 7. Allgemeine Gottesidee, philosophischer Gottesbegriff und personales Gottesbild.

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